Immer wieder Montags: Wohin des Weges?

11695883_1094606517235176_6905525078377138897_nNachdem sich der FSV in München mit einer mannschaftlich starken Leistung erstmal in das gesicherte Mittelfeld der Tabelle befördert hat, starten wir nun mit einem Spiel gegen RB Leipzig in die Rückrunde. Nach dem letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr gegen Bielefeld geht es dann auch schon in die verdienten Winterferien für die Spieler. Langsam aber sicher wäre es sinnvoll sich Mal zu überlegen, wer denn vielleicht in der kommenden Saison beim FSV Frankfurt spielen soll.

Kadergröße: Dreißig

Bei den 30 Profis, die sich bisher im Kader befinden, laufen bei 16 (!) die Verträge aus. 6 davon sind Leihspieler (Pires, Halimi, Schahin, Awoniyi, Rolim, Park), bei einem von diesen besteht eine vereinsseitige Option (Awoniyi).

Die anderen 10 sind zum einen Teil recht junge Spieler, die sich von der aufgelösten U23 noch in den A-Kader retten konnten (Belegu & Pellowski) oder als ‘Local Player’ mit einem kurzzeitigen Profivertrag ausgestattet wurden (Andacic).

Die glorreichen Sieben

Betrachten wir also die übrigen Sieben, allesamt Spieler die in den letzten Spielzeiten häufiger für die Schwarzblauen von Bedeutung waren. Diese sind (Altersangaben in Klammern):

  • Denis Epstein (29)
  • Marc-Andre Kruska (28)
  • Alexander Bittroff (27)
  • Alexander Huber (30)
  • Edmond Kapllani (33)
  • Zlatko Dedic (31)
  • Sören Pirson (30)

Für diese Sieben ist die Frage: Wohin des Weges? Haben die Spieler noch eine Zukunft in unserem Verein?
Meiner Meinung nach sollte man mit Bittroff nicht verlängern. Er ist keine spielerische Bereicherung der Mannschaft und wurde auch bei Oral aussortiert. Auf der Position spielen wir mit Epstein und Safi besser.
Wenn man aber mit Bittroff nicht verlängert, dann sollte man mit Epstein verlängern. Nach einer langen Verletzungspause in der letzten Saison ist dieser Spieler im Kommen. Zudem ist er auch als Linksaußen einsetzbar und damit deutlich variabler als Bittroff.
Huber. Verlängern. Keine Frage. Kruska auch noch für mindestens ein Jahr.
Pirson ist da schon deutlich schwieriger. Gegen Weis wird er sich nicht durchsetzen, wie es auch schon bei Klandt der Fall war. Auf der anderen Seite sehe ich zur Zeit niemanden, der ihn auf der Position auf der Bank ersetzen könnte. Tendenz geht zu halten, dafür Pellowski abgeben.

“Jedes Jahr ‘ne neue Mannschaft.”

Die nun folgenden Worte fallen mir selbst schwer zu schreiben. Wie viele sicher wissen bin ich ein großer Fan von Edmond Kapllani. Für mich ist er ein Held. Aber gerade in seinem Alter sehe ich ein Problem. Der Zenit ist überschritten. Dann halte ich lieber an Dedic als erfahrenen Stürmer anstatt Kapllani fest. Die Frage ist auch, ob man Schahin nach der Leihe halten kann und will. Es würde mich wundern, wenn Mainz ihn zwingend zurückhaben will.

Soweit die Einschätzung meinerseits. Ja zu Epstein, Kruska, Huber und Dedic. Damit es im August nicht wieder heißt: “Jedes Jahr ‘ne neue Mannschaft.”

So spielte der FSV bei 1860 München (0:1):
Weis – Huber, Gugganig, Ballas, Epstein – Perdedaj, Konrad – Barry, Halimi (82. Pires), Haji Safi (65. Oumari) – Schahin (87. Dedic)


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Immer wieder Montags: Ein Drittel schon ‘rum

7 septJedes Jahr Anfang November schaue ich verwundert auf den Spielplan und stelle fest, dass ja schon über ein Drittel der Saison hinter uns liegt. Nach zwölf oder dreizehn Spieltagen kann man schon Mal den Kopf herausstrecken und schauen, wie sich die Mannschaften in der Tabelle einsortiert haben. Natürlich liegt unser Fokus dabei auf den FSV Frankfurt.

Platz Neun – gesichertes Mittelfeld

Man muss es Trainer Oral und seinem Stab zuschreiben, dass die Bornheimer in einer konditionell guten Verfassung sind. Oft spielt die Mannschaft bis zum Schluss mit, dreht in den letzten Minuten noch Niederlagen in Punktgewinne (Berlin, Nürnberg, Bochum, Paderborn) und wirkte auch von der Verlängerung gegen Hertha BSC körperlich nur wenig beeindruckt. Es sind diese 8 Punkte, die den Unterschied zwischen Platz 9 und 16 ausmachen.

Aus Katastrophen gelernt

0:4 zuhause gegen Heidenheim war sicherlich eines der schlimmsten Spiele, die wir in den letzten Jahren am Hang sehen mussten. Der darauffolgende Fanabend brachte für mich zumindest die passende Versöhnung. Seitdem stimmt die Moral am Hang wieder deutlich mehr.

Sicherer stehen…

Es ist jedem Klar, dass wir mit Torwart Weis den Glücksgriff auf der Position des Torwartes getätigt haben. Doch auch die Viererkette davor steht durchaus sicherer in den letzten Wochen. Huber ist auf der rechten Seite ein Führungsspieler, Ballas und Gugganig spielen angenehm wenige Patzer, und auch Haji Safi, dem man sicherlich eine Eingewöhnungsphase am Hang zusprechen muss, hat Alexander Bittroff vergessen gemacht. Joan Oumari, sonst immer für den entscheidenden Fehlpass zu haben, spielte gegen Hertha BSC einen guten Ball und kann damit rechnen gegen Sandhausen nach abgesessener Rotsperre wieder spielen zu können.

Das Duo Konrad und Perdedaj funktioniert auch von Spieltag zu Spieltag besser. Mir gefällt es, wenn Konrad und Kruska zusammen spielen. Zu Beginn schien Kruska ja unter dem neuen Trainer aussortiert, doch seitdem er wieder spielt gefällt es mir im Mittelfeld deutlich besser. Das Spiel wirkt weniger überhastet, der ehemalige Dortmunder hat einen deutlich besseren Überblick über das Spiel. Das einzige Problem, dass ich dort sehe, ist die Frage, wie man Besar Halimi einbauen kann…

…schneller nach Vorne

Spielte man zu Beginn der Saison noch mit Edmond Kapllani, so wurden nun einige spiele mit Schahin als Stürmer gespielt, nun jedoch wieder mit Dedic. Es ist auch nicht verwunderlich, dass mit den verschiedenen Mittelstürmern verschiedene Offensivtaktiken einhergehen.
Spielt der FSV mit Schahin, so wird dieser meist hoch angespielt und verteilt die Bälle. Bei Kapllani verhält es sich ähnlich. Dedic hingegen ist der deutlich schnellere Stürmer, der aber nicht so kopfballstark und physisch präsent ist wie seine beiden Kollegen.
Das Problem bei Schahin und Kapllani ist, dass das Spiel für den Gegner deutlich leichter auszurechnen ist. Dedic mit den Flügelleuten Barry und Pires hingegen kann eine langsamere Innenverteidigung schon schwindelig spielen.

Ball oder nicht Ball? Das ist hier die Frage!

Und so kommen wir zurück zu Halimi, einem technisch wunderbar ausgestatteten Spieler, der zudem noch schnell ist und Standards treten kann. Am Anfang gesetzt, kommt er nun häufiger von der Bank. Der Einsatz von Halimi steht und fällt mit der Frage: Will ich den Ball haben, das Spiel selber aufziehen, oder will ich ihm eher den Gegner lassen, um ihn dann zu überrumpeln? Wenn ich jemanden brauche, der das Spiel mit Ballbesitz gestaltet, so spiele ich mit Halimi. Brauchen Konrad und Perdedaj jedoch mehr Unterstützung, so ziehe ich Kruska vor.

Warnender Ausblick

Natürlich befindet sich der FSV Frankfurt nun in einer guten Position, um weiter Punkte zu sammeln und vielleicht schon am kommenden Freitag bereits die 20 Punkte Marke zu knacken. Ich würde mich freuen wenn es so wäre. Allerdings muss man auch sagen: Wir hatten bisher Glück mit den Verletzungen und das es noch genug Deppen gibt, die durch unkonzentriertes Spiel Punkte gegen uns abschenken oder trotz guter, ja sogar besserer Qualität im Kader hinter uns in der Tabelle stehen. Letzte Saison, drei Spiele nach der Winterpause, war Bornheim eigentlich schon nicht mehr absteigbar, gewann dann aber 13 Spiele in Folge nicht. Ich beschwöre es nicht herauf, ich sage nur, dass es im Moment einfach gut läuft. Lasst uns weiter daran arbeiten, dass es so weiter geht.

So spielte der FSV in Paderborn (1:1):
Weis – Huber (46. Halimi), Gugganig (64. Golley), Ballas, Haji Safi – Perdedaj, Konrad, Kruska – Barry, Dedic (64. Kapllani), Pires


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Jörg zu Gast bei Total BeGLUBBt

artworks-000109645672-x9826q-t200x200Unser Jörg – der Genosse – war Gast bei Total BeGLUBBT auf MeinSportradio.de. Die Sendung ist aber auch auf Soundcloud zu hören. Er spricht mit Felix, seines Zeichens Fan des 1.FC Nürnberg, über das vergangene Spiel und die kommenden Spiele des FCN.

Hört rein!

https://soundcloud.com/mein-sportradio-de/total-beglubbt-151021-fsv-frankfurt-und-news-um-den-club

Immer wieder Montags: Darf man sich freuen?

imw_karlsruhe

Unentschieden in Nürnberg. Punkt. Doch darf man sich als Schwarz-Blauer darüber wirklich freuen?

Ich sage klar und deutlich: Jain!

Fassen wir die positiven Aspekte zusammen: Ein Punkt ist ein Punkt ist ein Punkt. Nach 11 Spieltagen sind es schon 14. Das sind 9 mehr als der Tabellenletzte aus Duisburg, 5 auf Düsseldorf.

Doch auch die negativen Aspekte dürfen nicht außer Acht gelassen werden: Wenn wir gegen den Club 3 oder 4 zu 0 verloren hätten, hätte man sich sicherlich nicht beschweren dürfen, sondern zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Mannschaft aus Franken einfach deutlich besser gespielt hat.

Auch ein andere negative Facette wurde wieder deutlich, so wie schon bei den letzten Spielen: Trainer Oral hat offensichtlich noch keine Stammformation gefunden – und das nach 11 Spieltagen. Oft wird zwischen 4-2-3-1 und 4-4-2 gewechselt. Zwar gibt es feststehende Spieler – Weis, Huber, Gugganig, Oumari, Perdedaj, Konrad, Epstein, Schahin – doch gibt es wenig feststehende Positionen. Huber durfte sich am Samstag sogar auf der 6 neben Perdedaj probieren, da Konrad mit der 5. Gelben Karte gesperrt war. Keines der beiden Systeme gibt dabei mehr oder weniger Sicherheit oder eine erhöhte Gefahr nach vorne.

Auch sind viele Spieler zwar wunderbar polyvalent (auf mehreren Positionen einsetzbar), aber dadurch ergibt sich auch kein feststehendes Bild. Bei den Außenbahnspielern zeigt sich dies, indem sie sowohl Außenläufer als auch -verteidiger spielen können (Epstein, Haji Safi, Mangafic, Barry). Offensivere Spieler können gefühlt jede Seite bedienen, im Zentrum spielen, vielleicht auch hängend hinter Schahin (Halimi, Engels, Dedic, Golley, Park, Rolim, Pires).

Mein Problem mit dieser Tatsache ist, dass die Schwarz-Blauen wenig eingespielt wirken. Laufwege passen selten, oft bleibt dann in der Offensive nur der lange Ball auf Schahin. Zudem habe ich den Eindruck, dass viele Spieler vieles können, selbst breit aufgestellt sind, aber wenn es dann in die Tiefe einer Position geht, um die Fähigkeiten, die diese Position im Spiel ausmachen, fehlt es einfach.

Als Michael Görlitz noch am Bornheimer Hang spielte, sagte ich oft: “Schade, dass er so ein Chancentod ist – aber wenn er das auch noch könnte, dann würde er nicht bei uns spielen.” – dieser Umstand liegt auch in dieser Saison vor. Darüber kann man sich hingegen wieder nicht freuen.

Es ist also eure Entscheidung, ob man sich freuen kann oder nicht. Die Hauptsache ist, dass man diese Mannschaft auch am Freitag gegen Bochum wieder am Hang unterstützt, damit man sich danach wieder freuen kann.

So spielte der FSV:
Weis – Mangafic (69. Halimi), Gugganig, Ballas, Haji Safi – Barry (69. Golley), Huber, Perdedaj, Epstein (69. Pires) – Schahin, Dedic


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Das Photo wurde von Rene Schwarz zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Immer wieder Montags: Freiwild in Neongelb?

bfcfsvDas Spiel in der ersten Runde des DFB-Pokal ist für den FSV Frankfurt schon wieder Geschichte. Glanzlos schlug man den BFC Dynamo mit 2:0 und kann sich auf eine weitere Runde im Verbandspokal freuen.

Heute will ich nur wenige Worte über die Leistung der Mannschaft sprechen, die die meiste Zeit im Jahn-Sportpark souverän der Favoritenrolle gerecht wurde. Ich möchte hingegen lieber über einen Vorfall nach dem Spiel reden.

Nach dem Sieg der Bornheimer musste der Schiedsrichter, Matthias Jöllenbeck aus Freiberg, zusammen mit seinen Assistenten vom Platz eskortiert werden (wie im Tweet von Sebastian Wells zu lesen). Auch Julian Graeber, ein freier Journalist, twittert über das Thema:

Indes ist im Artikel von Sportschau.de (Zum Spielbericht), noch im Spielbericht des Kickers (Zum Spielbericht) etwas darüber zu lesen. Zwei Berliner Zeitungen greifen die Vorkommnisse dennoch auf.

So schreibt die Berliner Morgenpost: Die generell fehlende Konzentration im Abschluss verhinderte eine bessere Ausbeute des BFC. Und gewiss nicht das Schiedsrichtergespann, wie einige unverbesserliche Fans wohl fanden und dafür sorgten, dass die Unparteiischen unter Polizeischutz in die Kabine geleitet werden mussten.

Auch die BZ stimmt in den Chor ein: Peinlich verhalten sich einige BFC-Anhänger. Nach Abpfiff verzögert sich der Abgang des Schiris, Bierbecher fliegen, die Polizei führt Jöllenbeck unter weiteren Bierduschen in die Kabine. BFC-Sprecher Christoph Romanowski: „Wir werden den Vorfall untersuchen, gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.“

Was kann man dazu noch sagen? Einige Berichte greifen die Vorfälle nicht erst auf, andere spielen sie mit Begriffen von “unverbesserlichen Fans” oder “Peinlich” herunter. Aber hier kann man es ja machen, bei einem Spiel, dass unter dem Radar läuft, dass vielleicht nicht die großen Menschenmassen mobilisiert oder mehr als ein Dutzend Zuschauer beim Einzelspiel bei Sky vorweist. Trotzdem ist es der DFB-Pokal. Man stelle sich vor, so etwas würde bei einem Spiel mit Beteiligung von Dortmund oder Bayern passieren. Offensichtlich haben sich Verein (“gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen“) als auch schon die lokalen Druckerzeugnisse der Hauptstadt schon mit diesem Zustand beim BFC Dynamo abgefunden. So als wäre es normal, dass der Schiedsrichter mit Bierduschen und geworfenen Gegenständen in die Kabine gejagt wird. Ist es aber nicht. Wer allerdings das Problem verschweigt oder herunterspielt hilft nicht bei dessen Lösung, sondern legitimiert es als Status Quo.

So spielte der FSV:
Weis – Huber, Gugganig, Oumari, Bittroff – Perdedaj, Konrad – Epstein, Golley (90. Halimi) – Dedic (66. Kruska), Kapllani (88. Park)


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Das Photo wurde von Jürgen Eimer zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Franzi hat einen Spielbericht geschrieben, zu finden auf Hallo Frankfurt.

#002 – Vs BFC Dynamo 15/16 DFB-Pokal

Es ist soweit: Unsere zweite Folge – dieses Mal sogar mit vollständiger Besetzung.

Wir besprechen torlose Unentschieden der schwarz-blauen in Bielefeld, unseren Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokal und sonstige Ereignisse aus Verein und Fanszene.

Hört rein.


 

 

Credits für die wunderbare Intro Musik gehen an die Freibeuter AG. Wenn ihrs ganz hören oder Downloaden wollt, könnt ihr das hier tun.