Immer wieder Montags: Blaulicht am Ostpark

blaulichtNach dem gestrigen Spiel, welches Bornheim gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:2 verlor, stand das geplante Spieler-Fan-Treffen an. Nach dem Spiel selbst war ich noch länger am Stadion, da es noch einige Formalien bezüglich der nächsten Wochen zu klären gab.

Als ich gegen 16:50 Uhr in Begleitung eines Freundes am Fanhaus ankam, ergab sich ein ungewöhnliches Bild. Vor dem Haus am Ostpark standen ca. acht Polizeiwagen, auf dem Parkplatz gegenüber des Ratsweges standen noch mindestens zwei weitere. Um das Haus herum konnte ich mindestens 30 Polizistinnen und Polizisten ausmachen (die für mich erstmal sichtbar waren).

Ich ging erstmal näher, in der Hoffnung herauszufinden was da eigentlich passiert sei. Also ging ich zusammen mit einem Freund erstmal näher an das Haus heran. Einige Fans des FSV, die wir zuvor auf dem Bürgersteig trafen, warnten uns bereits vor dem kommunikativen Herren in Uniform, der auf uns warten sollte. Hier der Dialog:
Ich: “Was ist denn hier los?”
Polizist im aggressiven Ton: “Keine Information.”
Ich: “Findet die geplante Veranstaltung hier gleich statt?”
Polizist, aggressiver werdend: “Keine Information.”
Mein Kumpel: “Warum sind Sie denn so unfreundlich?”
Polizist: “Fragen Sie doch ihre Kollegen da hinten (zeigt auf die Fangruppe, die wir bereits zuvor trafen und kurz sprachen).”
Mein Kumpel: “Das sind nicht unsere Kollegen. Wir kennen die gar nicht. Warum sind sie denn nun so unfreundlich?”
Polizist: “Bitte gehen Sie wieder dorthin zurück!” (Er deutet wieder auf die Fangruppe)
Wir hatten uns weder in diesem Dialog auf die Polizei zubewegt, noch wären wir nicht gut zu erkennen gewesen – von uns ging keine Gefahr aus.
Mein Kumpel: “Was soll denn dieser Ton?”
Polizist, nun vollends aggressiv und genervt: “Wenn Sie nicht selbst zurück gehen, dann werden wir das für Sie erledigen.”

Nach dieser unbegründeten Androhung staatlicher Gewalt sind wir dann wieder zurück. So einfach wollten wir allerdings nicht aufgeben herauszufinden, was da gerade vorgeht. Durch die bereits herrschende Dunkelheit war wenig auszumachen. Wir entschieden uns ein Stück in den Park zu gehen und zu schauen, ob man dort vielleicht mehr sehen könnte.

Aber auch dort waren die Kollegen uns auf den Versen und gingen auf die Terrasse. Der Herr in der Uniform rief: “Hören Sie schlecht. Sie sollen wegbleiben.” – “Darf man der Polizei in diesem Land nicht mehr bei der Arbeit zusehen?” Wir blieben kurz stehen und gingen noch ein Stück in den Park. Dort rief ich erstmal einen anderen Fan an, um zu hören ob sie im Fanhaus sei, was aber nicht der Fall war.

Wir gingen also wieder zurück zum Bürgersteig, wo mittlerweile noch mehr Fans auftauchten. Näher ran kamen wir weiterhin nicht. Stone von der Fanbetreuung tauchte währenddessen auf und kam an der Polizei vorbei. Derweil stimmten wir mit den Menschen, die vor dem Haus, eingekesselt von den Beamten standen, erstmal einen Wechselgesang an.

Nach und nach verließen die Polizisten dann das Fanhaus und zwischen 17:15 und 17:30 Uhr waren sie dann zur Gänze verschwunden.
Wie mir die eingekesselten Leute dann erzählt haben ist am Fanhaus wohl folgendes vorgefallen:
Menschen vom Fanprojekt sowie von zwei Fanklubs als auch Helfer wollten das Fanhaus für die Veranstaltung vorbereiten. Dazu waren sie nach dem Abpfiff zügig dorthin gegangen. Gegen 15:45 Uhr wurde das Gebäude umstellt und alle Anwesenden FSV-Fans in das Gebäude verwiesen, vermutlich wegen einer vermeintlichen Straftat in der Nähe der Eissporthalle. Ein Verdächtiger sei wohl in Richtung des Ostparkes über den Ratsweg geflohen. Die Polizei nahm wohl an allen, ca. zwanzig Anwesenden, auch von Kindern, erkennungsdienstliche Maßnahmen vor. Auch wurden alle einmal gründlich durchsucht. Dieser Vorgang nahm gute anderthalb Stunden in Anspruch.

Das Treffen mit den Spielern wurde selbstredend abgesagt, aber Gott sei Dank gab es noch warme Würstchen.

Dies war eine subjektive Schilderung der gestrigen Ereignisse. Ich möchte keinen Kommentar zum Verhalten der Polizei abgeben, da mir dazu nötige Informationen fehlen (es gibt bis jetzt z.B. keine Presseartikel). Wir halten euch darüber aber auf dem Laufenden.

So spielte der FSV gegen Fortuna Düsseldorf (1:2):
Weis – Huber (50. Schahin), Gugganig, Ballas, Epstein – Perdedaj, Konrad – Barry, Halimi, Pires (73. Golley) – Dedic (84. Kapllani)


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

# 009 – Vs. Hertha BSC / Rückblick Bochum

profilFranzi ist weiterhin im Urlaub, Jörg versucht sich schon gar nicht mehr sich mit der Serverstruktur anzufreunden. Deshalb gibt es diesen Podcast nun wieder einmal bei Soundcloud und wird bei uns später passend nachgesetzt.

Im heutigen Podcast spricht Jörg – leider ganz alleine, weil der angemeldete Gesprächspartner leider erkrankte –über den Sieg gegen Bochum und das kommende Pokalspiel gegen Hertha BSC!

Viel Spaß beim hören!

# 008 – Vs. Bochum / Rückblick Nürnberg

Franzi ist im Urlaub, Jörg verzweifelt an der Serverstruktur. Deshalb gibt es diesen Podcast nun erstmal bei Soundcloud und wird bei uns später passend nachgesetzt.

Im heutigen Podcast spricht Jörg – leider ganz alleine – über das Spiel in Nürnberg und den kommenden Gegner, den VfL Bochum. Viel Spaß beim hören!

Immer wieder Montags: Nach der Tagesschau

1457697_679545372090195_1148343008_nLetztens erst wurde ich gefragt, warum ich meinen Blog immer montags schreiben würde. “Da ist doch der Spieltag noch nicht vorbei.” Darauf entgegne ich in der Regel mit: “Doch – in Bornheim schon.”

Um diesen Satz zu untermauern habe ich hier die 9 Montagsspiele der bisher 10 Spieltage alten Saison einmal aufgelistet (einmal entfiel der Montag durch eine englische Woche, dafür gab es ein Donnerstagsspiel).

Freiburg – Nürnberg
Leipzig – Fürth
Nürnberg – 1860 München
Kaiserslautern – Paderborn
Bochum – 1860 München
St. Pauli – Duisburg
Leipzig – Freiburg
Braunschweig – Fürth
Duisburg – Paderborn

2 Mal: Freiburg, Nürnberg, Leipzig, 1860 München, Fürth, Paderborn, Duisburg
1 Mal: Kaiserslautern, Bochum, St. Pauli, Braunschweig
0 Mal: Frankfurt, Sandhausen, Heidenheim, Bielefeld, Berlin, Karlsruhe, Düsseldorf

Um diese Reihe komplett zu machen hier noch die bisher terminierten Montagsspiele (bis Spieltag 17):

1860 München – Karlsruhe
Nürnberg – Karlsruhe
St. Pauli – Düsseldorf
Nürnberg – Braunschweig
Karlsruhe – Leipzig
Düsseldorf – Braunschweig

Nach der Hinrunde ergibt sich also folgendes Bild:
4 Mal: Nürnberg
3 Mal: 1860 München, Leipzig, Karlsruhe, Braunschweig
2 Mal: Freiburg, Düsseldorf, St. Pauli, Fürth, Paderborn, Duisburg
1 Mal: Kaiserslautern, Bochum
0 Mal: Frankfurt, Sandhausen, Heidenheim, Bielefeld, Berlin

Wir sehen hier also ein klares Gefälle. Natürlich sagen nun einige, dass die Spiele ja auch attraktiv sein müssen. Sorry, aber gerade, während ich diesen Text schreibe, läuft Duisburg gegen Paderborn (18 vs. 15) im Fernsehen.
Ich stelle Mal eine ganz einfache Rechnung auf: Eine Saison hat 34 Spieltage. Nehmen wir 2 heraus wegen der Parallelspiele an den letzten Spieltagen sowie nochmal 2 für englische Wochen, dann sind das weiterhin 30 Spiele mit je einer Heim- und einer Gastmannschaft, also 60 Möglichkeiten an einem Montagsspiel teilzunehmen. Dividiert durch 18 sollte jede Mannschaft um die 3 Montagsspiele haben. Nach der obigen Rechnung hat Nürnberg nach der halben Saison aber schon 4!

Warum ich mich darüber nun ärgere? Zum einen will ich auch Mal Montags Abends ins Stadion – wenn auch nur einmal pro Saison (letztes FSV Montagsspiel war am 2.12.2013 gegen Bielefeld). Zum Anderen gibt’s für die Montagsspiele nochmal extra Fernsehgelder. Es ist damit offensichtlich ein Instrument für eine unausgeglichene Liga.


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Immer wieder Montags: Dreierkette

IMG_20150914_113134Wie viele von euch ja wissen mache ich mit einigen anderen Kollegen die Berichterstattung für Blinde und Sehbehinderte bei Heimspielen des FSV Frankfurt. Aus diesem Grunde beschäftige ich mich auch im Vorfeld schon mit den taktischen Aspekten, auch der gegnerischen Mannschaft.

Was bei Braunschweig sicherlich am meisten verwundert ist das Spielen in der Verteidigung mit einer Dreierkette. Diese ist zu einem seltenen Phänomen in diesen Tagen geworden. Doch ich war bereits gewarnt, so wie vermutlich alle am Bornheimer Hang. Wer den KSC am Spieltag zuvor mit 6:0 nach Hause schickt, der muss was können.

Kommen wir aber zurück zur Dreierkette, bestehend aus Correia, Decarli und Baffo. Diese drei Kollegen haben sicherlich gemein, dass sie alle drei körperlich enorm präsent sind. Das macht es schwierig, selbst für den groß gebauten Schahin, da eine Lücke zu schaffen. Aber es war gut, dass er gespielt hat – Dedic oder Kapllani hätten sich in der Rolle des Mittelstürmers, der die Bälle festmachen und verteilen muss sicherlich deutlich schwerer getan.

Wenn durch die Mitte nichts geht, so spielt Bornheim, wie so oft, über die Außenbahnen. Aber auch dort tat man sich schwer, denn Reichel und Sauer rücken oft mit zurück, laufen sehr viel und schaffen so Überzahlsituationen, bei denen auch die Fähigkeiten von Pires oder Engels nicht ausreichen, um dann wirklich zwingend vor das Tor zu kommen.

So steht die Abwehr der Braunschweiger sehr gut. Wenn es wirklich druckvoll von Seiten der Bornheimer zuging, wurde aus einer Dreier- schnell eine Fünferkette, aus der Reichel und Sauer dann bei Ballbesitz auch ohne größere Bedenken wieder herausrücken konnten.

Die bezeichnende Szene des Spieles am 6. Spieltag war für mich die Torchance von Pires in der 10 Spielminute. Er schafft es einen Ball hinter der Dreierkette zu erhaschen und zumindest aufs Tor zu bringen, wenn auch nicht sonderlich gefährlich. Das war es dann aber auch. Leider konnten sich die Löwen aus Braunschweig im Verlaufe des Spieles auf die Bornheimer Angriffe einstellen, sodass auch eine spätere Unterzahl ihnen nur wenig ausmachte.

Für mich als Reporter an Spieltagen war im Vorfeld schon klar, dass der FSV sich mit seinen eher kleinen Offensivspielern (Halimi, Pires) schwer tun wird gegen drei fest installierte Innenverteidiger dieses Formates, die auch von dem guten Torwart Gikiewicz unterstützt werden, falls der Ball hinter sie fallen sollte.
Diese gut funktionierende Dreierkette war somit meines Erachtens der Hauptgrund der Niederlage des FSV Frankfurt an diesem 6. Spieltag. Gegen andere Mannschaften, wie beispielsweise Duisburg am kommenden Wochenende, wird man sich hoffentlich nicht so schwer tun.

So spielte der FSV:
Weis – Huber, Gugganig (76. Kapllani), Oumari, Epstein – Perdedaj, Konrad – Engels (70. Golley), Halimi, Pires (46. Haji Safi) – Schahin


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Franzi hat einen Spielbericht geschrieben, zu finden auf Hallo Frankfurt.

Immer wieder Montags: Die Transferspirale

imw_karlsruheIn der letzten Woche hatte ich noch etwas gefeiert, als ich las, dass Rouwen Hennings den KSC in der Woche vor dem Spiel gegen den FSV Frankfurt noch verlassen würde. Dieses erhabene Gefühl verschwand jedoch spätestens in der 47. Spielminute, in der sich die Mannschaft aus Bornheim selbst besiegt hatte.

Ich will damit nicht sagen, dass die Schwarz-Blauen nicht verdient verloren haben – doch schlug man sich vor allem selbst. Das man solche Bälle wie die des Oumari in der 15. Minute nicht in die Mitte klärt lernt man schon früh in der Jugend. Das zweite Slapstick-Tor hinterlässt den gleichen faden Beigeschmack.

Doch kommen wir zurück zu Hennings, dem neuen Stürmer des FC Burkley. Laut transfermarkt.de ist die Ablöse 2,5 Mio. Euro. In einigen Artikeln liest man sogar Zahlen von bis zu 4 Mio. Zudem verdient Hennings wohl 50.000 Euro im Monat – das ist das dreifache an Gehalt, was er in Karlsruhe bekommen hat. Uwe Hünemeier ist in der gleichen Woche ebenfalls auf die Insel gewechselt, für schlanke 2,7 Mio Euro.

Auf was ich hinaus will: In der letzten Zeit wurde in der ersten Liga häufig über die Fernsehgelder in England diskutiert und das diese einen starken Einfluss auf die Ablösen in ganz Europa haben. Ich bin der Meinung, dass wir diese Diskussion nun auch in der zweiten Liga führen müssen. Das Geld aus England, selbst das der zweiten Liga, startet auch in unserer zweiten Liga eine Spirale, der man entgegentreten muss. Es kann nicht sein, dass ein fast 30 jähriger Innenverteidiger wie Hünemeier dem SCP noch so viel Geld bringt. Er ist zwar ein guter Spieler, aber 2,7 Mio Euro? Wo kommen wir dahin?

Diese Transfererlöse helfen nur dabei, dass die Schere zwischen den Vereinen im oberen Drittel der zweiten Liga zum Rest noch weiter auseinander geht. Das Positive ist, dass, auch wenn man jetzt so viel Geld hat, dieses schwer auf den Platz stellen kann. Wenn schon die englische zweite Liga hier die Spieler kauft, ist es ein Zeichen dafür, dass adäquater Ersatz schwer aufzufinden oder ebenfalls teuer ist. Folgerichtig sind diese Teams erstmal geschwächt (was dem KSC gegen den FSV jedoch nichts ausgemacht hat).

Das Negative überwiegt jedoch. Gerade die kleinen Vereine werden diese Spirale nur schwerlich mitgehen können. Wenn ein einzelner Transfer soviel Geld einspielt, dass man damit das Stadion in Bornheim ausbauen und mit einem Dach versehen könnte, dann muss man die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellen.

Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern fordert immer mehr Fernsehgelder, damit die Bundesliga mit der Premier League finanziell mithalten kann. Leider entgeht ihm dabei die Tatsache, dass die Teilnahme an der Champions League die Schere in der ersten Liga auseinander treibt, von der sein Verein profitiert. Ich finde seine Forderung deshalb arg heuchlerisch. Ich würde eher fordern, dass es weniger Fernsehgelder in England gibt – was selbstredend Unsinn ist.

Gibt es eine andere Option als dem Schlag der Trommel zu folgen?

So spielte der FSV:
Weis – Bittroff, Gugganig, Oumari, Epstein – Halimi, Konrad, Perdedaj, Golley (51. Rolim) – Dedic (72. Park), Kapllani (75. Schahin)


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Das Photo wurde von Rene Schwarz zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Franzi hat einen Spielbericht geschrieben, zu finden auf Hallo Frankfurt.

Jörg ist nun erstmal im Urlaub. Immer wieder Montags kommt zum 7. September zurück.

#001 – Vs RB Leipzig 15/16

Gude und herzlich Willkommen zu unserer ersten Episode!
Heute ist Jörg für euch am Start, der einen kurzen Einblick in dieses Projekt gibt, die Zu- und Abgänge des FSV bewertet, die Gemengelage der 2. Bundesliga einschätzt und zuletzt einen Blick auf den kommenden Gegner aus Leipzig gibt.
Hört ‘rein!

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